Holzsprossenfenster

Schöne Ausblicke mit einem Hauch von Nostalgie

Holzsprossenfenster verleihen Häusern eine nostalgische Note und erinnern an den skandinavischen Baustil – daher sind Fenster mit Sprossen auch als „Dänische Fenster“ bekannt. Waren Holzsprossenfenster hierzulande lange Zeit vornehmlich bei denkmalgeschützten Häusern zu finden, so erleben sie mittlerweile bei Neubauten ein Comeback. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede. Erfahren Sie, welche das sind, was Sprossenfenster auszeichnet und welche Preise Sie einplanen sollten.

Holzsprossenfenster

Varianten im Überblick

Echte Sprossenfenster

Fenster mit echten Sprossen kommen historischen Holzsprossenfenstern am nächsten. Die Holzsprossen teilen die Glasscheibe horizontal und vertikal in einzelnen Segmente. Außerdem tragen sie das Glas – eine anspruchsvolle Aufgabe für einen Fensterbauer, weshalb der Preis im Vergleich auch relativ hoch ist.


    Helima Sprossen

    Sogenannte Helima Sprossen werden in den Zwischenraum der Scheiben eingesetzt. Hierbei handelt es sich um „unechte Sprossen“. Fenster mit Sprossen in dieser Machart sind mit am günstigsten. Zudem sind profitieren Sie von einer großen Vielfalt an Farben und Stärken.

    Wiener Sprossen

    Sprossenfenster mit Wiener Sprossen sind mit Sprossenattrappen versehen. Diese setzt der Fensterbauer von außen auf die Scheibe auf. Dank Abstandshaltern im Scheibenzwischenraum sind Zweifach- und Dreifachverglasungen möglich. Wiener Sprossen kommen meist in denkmalgeschützten Gebäuden zum Einsatz, da sie optisch nicht von den historischen glasteilenden Sprossenfenstern zu unterscheiden sind, preislich aber deutlich darunter liegen.

    Dänische Fenster

    Fenster mit Sprossen sind auch in Skandinavien beliebt. Sogenannte Dänische Fenster besitzen traditionell echte Fenstersprossen und sind aus Kiefernholz gefertigt. Die Anordnung der Sprossenfelder ist an die dänische Flagge angelehnt. Diese Fenster werden daher auch „Dannebrog-Fenster“ genannt. Im Original weisen sie noch eine weitere Besonderheit auf: Sie wurden aufgrund des kühlen skandinavischen Wetters als Doppelfenster oder Kastenfenster konstruiert. Die Außenfenster öffnen sich zudem nach außen. Da sie ihre Scharniere außen haben, standen die skandinavischen Fenster lange in dem Ruf, nicht besonders einbruchssicher zu sein. Dieses Manko wurde inzwischen behoben. Gleiches gilt für die Anforderungen an Wärmedämmung und Energieeffizienz.

    Aus welchen Materialien können Sprossenfenster bestehen?

    Sprossenfenster können aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wobei die Variante aus Holz besonders populär ist. Holzsprossenfenster stellen gleichzeitig auch die ursprünglichste Variante des Sprossenfensters dar.

    Sprossenfenster Holz

    Holzsprossenfenster überzeugen durch einen guten Wärmedämmwert und eine große Vielfalt an Farbtönen. Allerdings sind sie relativ wartungs- und pflegeintensiv. Sprossenfenster aus Holz bestehen typischerweise aus Kiefer oder Fichte. Weiterhin sind Holzsprossenfenster aus Lärchen- oder Eichenholz zu haben.


      Sprossenfenster aus Kunststoff

      Wer seine Fenster mit Sprossen ausstatten und eine individuelle Note bevorzugt, ist mit Sprossenfenstern aus Kunststoff gut beraten. Sie überzeugen bei U-Wert, Schall- und Einbruchschutz und werden somit den Anforderungen an moderne Fenster gerecht – ohne, dass man auf die nostalgische Optik verzichten muss.

      Sprossenfenster aus Holz-Aluminium

      Die besten Eigenschaften aus zwei Materialien vereinen Sprossenfenster aus Holz-Aluminium. Diese Variante der Holzsprossenfenster gilt als besonders robust und langlebig. Der Wartungsaufwand hält sich in Grenzen, da beide Materialien überaus stabil sind. Gleichzeitig sind Sprossenfenster aus Holz-Aluminium besonders energieeffizient. Diese Vorzüge, wie auch die attraktive Optik, haben ihren Preis. Somit sind Sprossenfenster aus Holz-Aluminium teurer als Modelle aus Holz oder Kunststoff.

      Was kosten die verschiedenen Varianten der Sprossenfenster?

      Die Preise für Sprossenfenster variieren ja nach Sprossenart und bevorzugtem Material. Bezogen auf ein Sprossenfeld liegen Sie preislich bei:

      • Helimasprossen: ca. 10 Euro pro Sprossenfeld
      • Wiener Sprossen: ca. 30 Euro pro Sprossenfeld
      • Glasteilende Sprossen: ca. 40 Euro pro Sprossenfeld

      Auf das einzelne Fenster gerechnet, liegen Sie preislich bei:

      • Helima-Sprossen: ab 600 Euro
      • Wiener Sprossen: ab 600 Euro
      • Glasteilende Sprossen: ab 800 Euro

      Je nachdem, für welches Material Sie sich entscheiden, kann sich der Preis deutlich erhöhen. Fällt die Entscheidung auf Holz-, oder Holz-Aluminium-Fenster mit Sprossen, so ist mit zusätzlichen Kosten aufgrund der höheren Materialkosten zu rechnen. Hinzu kommen die Kosten für den Einbau, der bei anspruchsvolleren Fenstern mitunter bis zu 6 Stunden in Anspruch nehmen kann.Diese groben Orientierungswerte gelten auch für Dänische Fenster. Hier bestimmen ebenfalls die Art der Sprossen und das Material den Preis. Der Einbau von Sprossenfenstern sollte in jedem Fall von einem erfahrenen Fensterbauer durchgeführt werden. Hier lohnt es sich, verschiedene Handwerksbetriebe zu vergleichen und das Angebot auszuwählen, das dem eigenen Budget am nächsten kommt.