Fensterbank aussen

Mehr als nur ein Gestaltungselement

Die Fensterbank außen am Haus ist mehr als nur ein Gestaltungselement der Fassade – sie schützt Fenster und Fassade vor Witterungseinflüssen und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit ins Gebäudeinnere. Umso wichtiger ist eine gewissenhafte Planung, Konstruktion und Ausführung der Fensterbänke. Erfahren Sie, welche Materialien für Außenfensterbänke zur Auswahl stehen, worin sie sich im Vergleich unterscheiden und wie teuer diese sind.
Aussen Fensterbänke

Außenfensterbänke: Wichtig für den Schutz von Fenstern und Fassade

Die Fensterbank außen am Haus spielt ihre Stärken bei Regen oder Schnee aus. Sie dient dazu, Wasser zügig abzuleiten und so die Fassade vor Feuchtigkeit und Verschmutzungen zu schützen. Möglich wird dies durch den Neigungswinkel. Damit zahlen hochwertige, fachmännisch eingebaute Fensterbänke auf eine ansprechende Optik und damit den Werterhalt Ihres Hauses ein.

Welche Materialien kommen für Fensterbänke im Außenbereich infrage?

Eine Fensterbank im Außenbereich muss vielfältigen Belastungen standhalten. Insbesondere Feuchtigkeit und Kälte, aber auch Hitze und UV-Licht setzen einer Fensterbank im Laufe ihres Lebens zu. Glücklicherweise stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, die mit unterschiedlichsten Baustilen harmonieren.


    Fensterbänke aus Holz

    Wenn Sie mit einer Außenfensterbank aus Holz liebäugeln – zum Beispiel, weil Sie ein Holzhaus besitzen und auf eine stimmige Optik Wert legen -, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Holz sehr pflegeintensiv sein. Regelmäßige Versiegelungen sind Pflicht!

    Fensterbänke aus Kunststoff

    Kunststoff steht bei Hausbesitzern aufgrund des geringen Pflegeaufwands für Außenfensterbänke hoch im Kurs. Darüber hinaus erlaubt das Material vielfältige Formen und Farbtöne. Allerdings kann sich Kunststoff verfärben, zum Beispiel durch UV-Einstrahlung.

    Fensterbänke aus Aluminium

    Außenfensterbänke aus Aluminium sind echte Bestseller. Das Material ist leicht, lässt sich gut verarbeiten und eröffnet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Wichtig: Eine Fensterbank aus Aluminium muss mit einer Antidröhnfolie montiert werden – ansonsten wird der nächste Regen zur Lärmbelästigung! Lange Aluminiumfensterbänke müssen außerdem über eine Dehnfuge verfügen, da sich das Metall bei Hitze ausdehnt. Erfahrene Fensterbauer sind jedoch mit dieser Thematik vertraut und weisen schon im Beratungsgespräch darauf hin.

    Fensterbänke aus Kupfer und Titanzink

    Bei denkmalgeschützten Gebäuden, aber auch bei modernen Bauprojekten kommen bevorzugt Fensterbänke aus Kupfer oder Titanzink zum Einsatz. Die Verwitterung und die Ausbildung einer Patina ist hier gewollt. Kupfer bildet eine rotbraune Patina aus, Titanzink eine dunkelgraue.

    Fensterbänke aus Naturstein und Kunststein

    Granit, Basalt oder Quarzit sind optische Highlights und zudem pflegeleicht, robust und langlebig. Daher werden die Natursteine auch für die Außenfensterbänke immer beliebter. Allerdings muss man für sie etwas mehr Geld investieren. Kunststein kann eine günstigere Alternative darstellen, die dem Naturstein im Hinblick auf Designmöglichkeiten und Langlebigkeit in nichts nachsteht. Bei Kunststein handelt es sich übrigens um eine Mischung aus Gesteinsmehl und Bindemittel.

    Worauf kommt es bei der Montage einer Fensterbank außen an?

    Unabhängig, für welches Material Sie sich entscheiden: Die Montage einer Außenfensterbank ist ein Projekt, das unbedingt in die Hände eines erfahrenen Fensterbauers gehört! Unsachgemäß montierte Fensterbänke können im schlimmsten Fall den Fassadenanstrich oder die Gebäudedämmung ruinieren. Darüber hinaus kann bereits beim Ausbau der alten Fensterbänke erheblicher Schaden entstehen, wenn Amateure am Werk sind.

    Bei der Montage einer Fensterbank außen am Haus ist es unerlässlich, dass diese möglichst dicht an der Fassade befestigt wird. Dies gelingt mit den passenden Anschlussprofilen, die wiederum korrekt eingebaut werden müssen. Ein Gefälle zwischen 5 und 8 Prozent sorgt dafür, dass das Regenwasser optimal ablaufen kann. Der Überstand der Fensterbank außen sollte etwa 5 cm betragen. Eine Abtropfkante bei Metallfensterbänken und eine Abtropfnut bei Natursteinfensterbänken ist ebenfalls notwendig.


      Weiterhin kommt es darauf an, dass der Fassadenputz nicht direkt auf der Fensterbank abschließt – ansonsten kann er Wasser ziehen und bei Frost abplatzen. Bei Natursteinfensterbänken wird mitunter ein Quader aus dem gleichen Material aufgeklebt. Das erfordert ebenfalls fachmännisches Geschick.

      Um Kältebrücken zu vermeiden und eine optimale Wärmedämmung zu gewährleisten muss die Fensterbank mit einem Dämmmaterial unterfüttert werden. Hier ist es wichtig, dass die Außenfensterbank keinen direkten Kontakt mit der Fensterbank innen hat.

      Das Aufbringen der Antidröhnfolie bei einer Außenfensterbank aus Metall sowie das Berücksichtigen der Dehnungsfuge sind ebenfalls Arbeitsschritte, die man am besten einem Fensterbauer überlässt.

      Welche Kosten muss man für eine Außenfensterbank einplanen?

      Je nachdem für welches Material Sie sich entscheiden, können die Preise deutlich voneinander abweichen. Im Vergleich mit anderen Werkstoffen ist Kunststoff am günstigsten. Darauf folgen Aluminium, Kunststein, Titanzink, Holzpressplatten und Kupfer. Deutlich teurer ist eine Fensterbank außen, wenn sie aus Naturstein besteht. Am teuersten sind Außenfensterbänke aus Massivholz. Die ungefähren Preise im Überblick:
      • Kunststoff: ca. 8 Euro pro Meter
      • Aluminium: ca. 20 Euro pro Meter
      • Kunststein: ca. 25 Euro pro Meter
      • Titanzink: ca. 25 Euro pro Meter
      • Holzpressplatten: ca. 30 Euro pro Meter
      • Kupfer: ca. 30 Euro pro Meter
      • Naturstein: ca. 50 Euro pro Meter
      • Massivholz: ca. 80 Euro pro Meter

      Zusätzlich zur Außenfensterbank müssen Sie die Kosten für weitere Materialien wie Montageschaum, Dämmmaterial oder das Antidröhnband einplanen. Für den Abriss und die Entsorgung der alten Fensterbank stellen Fensterbauer etwa 20 Euro pro Meter in Rechnung. Hinzu kommt außerdem die Montage. Besonders in diesem Punkt lohnt sich ein Vergleich verschiedener Fensterbauer.